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DEBUTANTEN 2013 

Katalogpräsentation und zwei neue Arbeiten (Wire Mother / Lullaby)

14. September - 6. Oktober 2013
Galerie der Künstler, Maximilianstraße 42, München
Mittwoch, Freitag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr, Donnerstag 11 bis 20 Uhr
OPEN ART: 13. bis 15. September 2013

Eröffnung Freitag, 13. September 2013, 19-22 Uhr
ab 22 Uhr OPEN-ART-Party in der Goldenen Bar im Haus der Kunst, Nordterrasse

Anlässlich der Ausstellung erscheint ein Einzelkatalog. Ermöglicht durch die Debutantenförderung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie der LfA Förderbank Bayern.

Christian Hartard # 1. 48 S., s/w und Farbe, dt. und engl. Text, ISBN 978-3-9814998-7-2
Download Katalog (PDF, 6 MB)

Wire Mother | Stahl, elektrischer Strom, Motoren, Beleuchtung, 150 x 150 x 300 cm

Vier unter Hochspannung stehende Vorhänge aus Stahlketten umschließen einen quadratischen Raum, der einsehbar, aber unbetretbar ist. Motoren versetzen die Ketten in regelmäßigen Abständen in ruckartige Schwingungen. Berühren sich die stromführenden Kettenglieder, entladen sie sich mit einem knisternden, blitzenden Funken.

Zum Titel: Der US-amerikanische Psychologe und Verhaltensforscher Harry Harlow (1905-1981) untersuchte in den 1950er-Jahren an jungen Rhesusaffen die Grundlagen der Mutter-Kind-Bindung. Er setzte junge Äffchen ohne ihre Mutter in einen Käfig, in dem sie die Wahl zwischen zwei Attrappen hatten: einer aus blankem Draht geformten, milchspendenden wire mother und einer gleich großen, mit Stoff bespannten cloth mother, die aber keine Milch abgab. Es zeigte sich, dass die Äffchen die Drahtattrappe nur zur Nahrungsaufnahme aufsuchten, sich sonst aber immer an den stoffbespannten Mutterersatz kuschelten: ein Hinweis darauf, dass die Befriedigung emotionaler Grundbedürfnisse ebenso notwendig ist wie das Bereitstellen physischer Lebensvoraussetzungen. 

Lullaby | Wand, Messing, Sound

In etwa 1,5 Metern Höhe über dem Boden ist ein kleines goldfarbenes Metallröhrchen in die Wand eingelassen. Aus der Öffnung dringt die Stimme eines alten Mannes, der ein Gutenachtlied singt.

Wenn ich an zärtliche Gesten meines Vaters denke, an die ich mich aus meiner Kindheit erinnern kann, fällt mir diese eine ein: wie er mir vor dem Zubettgehen das Schlaflied aus Carl Orffs Oper Die Kluge vorsingt: Schuschuh, schuschuh, dem Christian fallen die Augen zu. Mehr als dreißig Jahre später habe ich ihn gebeten, das Lied noch einmal für mich zu singen. Diese Aufnahme ist zu hören.